Website Ladezeit verbessern: 12 Praxis-Tipps für Webmaster

Ein Webentwickler arbeitet im Homeoffice daran, die Ladezeiten einer Website zu verbessern.
codenexa@outlook.de
Juli 29, 2026

Bilder komprimieren und Browser-Caching aktivieren sind die zwei Maßnahmen, die bei den meisten Websites sofort messbare Ergebnisse liefern. Wer danach noch CDN und JavaScript-Auslieferung angeht, hat die wichtigsten Hebel der Webseiten-Geschwindigkeitsoptimierung abgedeckt. Im Folgenden finden Sie die Sofort-Checkliste:

  • Bilder in WebP oder AVIF konvertieren und komprimieren
  • Browser-Caching per Cache-Control-Header aktivieren
  • Brotli- oder Gzip-Kompression auf dem Server einschalten
  • CDN (z. B. Cloudflare) für statische Assets einbinden
  • JavaScript und CSS minifizieren sowie unnötige Skripte entfernen
  • TTFB messen und Serverantwortzeit prüfen
  • Lazy Loading für Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs setzen
  • HTTP/2 oder HTTP/3 auf dem Hosting aktivieren

Warum das dringend ist: Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit senkt die Conversion‑Rate im Durchschnitt um etwa 7 %; zudem verlassen 53 % der mobilen Nutzer Seiten, die länger als 3 Sekunden laden. Wer die Ladezeit verbessern will, sollte zuerst die Quick-Wins umsetzen (Bilder, Caching, Kompression), dann kurzfristige Maßnahmen (CDN, JS/CSS) und erst danach die Infrastruktur angehen (Hosting, HTTP/3, Datenbankoptimierung).


Inhaltsverzeichnis

Wie messen Sie die Ladezeit richtig? Tools, Kennzahlen und Testablauf

Bevor Sie irgendetwas ändern, brauchen Sie eine belastbare Ausgangsmessung. Ohne Baseline lässt sich kein Vorher-/Nachher-Vergleich ziehen.

Ein Mann sitzt am Schreibtisch und analysiert verschiedene Tools, um die Performance seiner Webseite zu überprüfen.

Die wichtigsten Messwerkzeuge im Überblick

Hände tippen auf einem Laptop, während die Ladezeit einer Website geprüft wird.

Tool Messart Stärke Empfohlen für
Google PageSpeed Insights Labor + Felddaten (CrUX) Kombination aus synthetischen Werten und echten Nutzerdaten Schnellcheck, SEO-Relevanz
Lighthouse Labortest (lokal/CI) Detaillierte Diagnose, CI-Integration Entwickler, Audits
WebPageTest Labortest, Multi-Location Waterfall-Profil, Video-Vergleich Tiefenanalyse, Filmstrip
Pingdom Labortest Einfache Bedienung, historische Trends Einsteiger, Monitoring
GTmetrix Labor + Felddaten Kombinierte Scores, Empfehlungslisten Agenturen, Reporting

Die Kernkennzahlen, auf die es ankommt:

  • LCP (Largest Contentful Paint): Zielwert unter 2,5 Sekunden. Misst, wann das größte sichtbare Element geladen ist.
  • INP (Interaction to Next Paint): Zielwert unter 200 ms. Nachfolger von FID, bewertet die Reaktionsfähigkeit auf Nutzereingaben.
  • CLS (Cumulative Layout Shift): Zielwert unter 0,1. Misst unerwartete Layoutverschiebungen.
  • TTFB (Time to First Byte): Optimal unter 200 ms; Google empfiehlt maximal 800 ms.

Für einen validen Testablauf gilt: Mehrere Messungen durchführen, nicht nur eine. Browser-Erweiterungen, fehlerhafte Netzwerkeinstellungen oder lokaler Cache können einzelne Tests verfälschen — deshalb immer Labordaten mit echten Nutzerdaten (RUM) kombinieren. Mobile und Desktop separat messen, da die Werte stark abweichen können.


Welche Maßnahmen bringen am meisten? Priorisierung nach Aufwand und Wirkung

Nicht jede Optimierung lohnt sich gleich. Diese Matrix hilft beim Entscheiden:

Maßnahme Wirkung Aufwand Priorität
Bilder komprimieren/konvertieren Sehr hoch Gering Sofort
Browser-Caching aktivieren Hoch Gering Sofort
Brotli/Gzip einschalten Hoch Gering Sofort
CDN einbinden Hoch Mittel Kurzfristig
JS/CSS minifizieren Mittel Gering Sofort
Hosting wechseln/upgraden Sehr hoch Hoch Mittelfristig
Datenbankabfragen optimieren Hoch Hoch Mittelfristig
Schriftarten optimieren (Font-Display) Mittel Gering Kurzfristig

Für Content-reiche Seiten stehen Bilder und Caching ganz oben. Bei Onlineshops kommt Serverseitiges Caching für Produktseiten hinzu, da dort dynamische Inhalte dominieren. Landingpages profitieren besonders von Critical-CSS und dem Entfernen nicht genutzter Skripte.

Profi-Tipp: Legen Sie ein Performance-Budget fest, bevor Sie neue Funktionen einbauen: maximal 200 KB JavaScript, maximal 500 KB Bilder pro Seite, Gesamtseite unter 1,5 MB. Performance-Regressionen treten am häufigsten nach Feature-Releases auf, nicht durch externe Faktoren.


Bilder und Medien: Wie Sie das größte Gewichtselement gezielt reduzieren

Bilder sind bei den meisten Websites der größte Einzelposten beim Seitengewicht. Das macht Bildoptimierung zum wirkungsvollsten Einstiegspunkt für schnellere Ladezeiten.

Konkrete Schritte:

  • Format wählen: AVIF bietet die beste Kompression, WebP ist der pragmatische Standard mit breiter Browser-Unterstützung. JPEG und PNG nur noch dort, wo AVIF/WebP nicht unterstützt werden.
  • Responsive Auslieferung: Das srcset-Attribut liefert je nach Bildschirmgröße die passende Auflösung aus. Kein Nutzer auf einem Smartphone braucht ein 2.400-px-Bild.
  • Lazy Loading: loading="lazy" für alle Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs setzen.
  • LCP-Element priorisieren: Das Hauptbild im sichtbaren Bereich bekommt fetchpriority="high" und kein Lazy Loading, da es den LCP-Wert direkt beeinflusst.
  • Automatische Konversion: Beim Upload per Plugin oder Build-Step automatisch konvertieren und komprimieren.

Beispiel für ein responsives Bild mit Lazy Loading:

<img
  src="bild-800.webp"
  srcset="bild-400.webp 400w, bild-800.webp 800w, bild-1200.webp 1200w"
  sizes="(max-width: 600px) 400px, (max-width: 1000px) 800px, 1200px"
  loading="lazy"
  alt="Beschreibung"
  width="800" height="600"
>

Für das LCP-Hauptbild gilt: loading="eager" und fetchpriority="high" setzen.

Wer Bilder lokal komprimiert, kann Tools wie Squoosh, ImageOptim oder die CLI-Tools cwebp und avifenc nutzen. Für WordPress-Nutzer übernehmen Plugins wie Imagify oder ShortPixel die Konversion beim Upload automatisch.

Profi-Tipp: Setzen Sie width und height immer direkt im <img>-Tag. Der Browser reserviert damit den Platz vor dem Laden und verhindert Layout-Verschiebungen, die den CLS-Wert verschlechtern.


Caching und Kompression richtig konfigurieren: Browser, Server und CDN

Caching und Kompression sind die schnellsten Wege, um wiederholte Seitenaufrufe drastisch zu beschleunigen und den TTFB zu senken.

Browser-Caching funktioniert über den Cache-Control-Header. Statische Assets wie Bilder, CSS und JavaScript sollten lange Cache-Zeiten bekommen:

Cache-Control: public, max-age=31536000, immutable

Für HTML-Seiten empfiehlt sich ein kürzerer Wert (max-age=3600) kombiniert mit ETag zur Validierung. Bei Versionierung über Dateinamen-Hashes (z. B. main.abc123.js) kann immutable gesetzt werden, da sich der Dateiname bei jeder Änderung ändert.

Kompression: Brotli liefert bessere Kompressionsraten als Gzip bei statischen Inhalten. Für dynamisch generierte Antworten bleibt Gzip der pragmatische Fallback, da Brotli dort mehr CPU-Last erzeugt. Beide Verfahren lassen sich auf Apache, Nginx und LiteSpeed aktivieren.

CDN: Ein Content Delivery Network verteilt statische Assets auf Server weltweit und reduziert so die geografische Latenz. Für deutsche Websites ist Cloudflare besonders verbreitet, da es kostenlose Grundfunktionen bietet und europäische Edge-Knoten hat. Die Kombination aus serverseitigem Caching (Redis oder Varnish) und Edge-Caching über ein CDN liefert oft den größten TTFB-Gewinn.

  • Cloudflare: kostenloser Einstieg, einfache DNS-Integration, europäische PoPs
  • Serverseitiges Full-Page-Caching: sinnvoll für CMS wie WordPress
  • Object-Cache (Redis): beschleunigt Datenbankabfragen bei dynamischen Seiten

Profi-Tipp: Aktivieren Sie Brotli für statische Assets als vorkomprimierte Dateien im Build-Prozess. So entfällt die CPU-Last zur Laufzeit vollständig.


Skripte, CSS und Ressourcen: Render-Blocking vermeiden und schlanke Bundles bauen

JavaScript ist das teuerste Asset auf einer Webseite: Es muss heruntergeladen, geparst, kompiliert und ausgeführt werden. Jedes dieser Schritte blockiert potenziell den Browser.

Wichtige Techniken im Überblick:

  1. Minifizierung: JavaScript und CSS per Build-Tool (Webpack, Vite, esbuild) minifizieren. Kommentare und Leerzeichen entfernen, Variablennamen kürzen.
  2. Tree-Shaking: Nicht genutzten Code aus Bundles entfernen. Funktioniert gut mit ES-Modulen und modernen Bundlern.
  3. async/defer: Skripte, die nicht sofort benötigt werden, mit defer laden. async für unabhängige Skripte wie Analytics.
  4. Code-Splitting: Große Bundles in kleinere Chunks aufteilen, die nur bei Bedarf geladen werden.
  5. HTTP/2 und HTTP/3: HTTP/2 ermöglicht Multiplexing, HTTP/3 reduziert Verbindungsaufbauzeiten weiter. Beides sollte auf dem Hosting aktiv sein.

Critical CSS bezeichnet die Stile, die für den sichtbaren Bereich beim ersten Laden benötigt werden. Diese werden inline in den <head> geschrieben; der Rest des CSS wird asynchron nachgeladen:

<style>/* Critical CSS hier inline */</style>
<link rel="preload" href="styles.css" as="style" onload="this.rel='stylesheet'">

Drittanbieter-Skripte wie Chat-Widgets, Tracking-Pixel oder Social-Media-Buttons sind häufig die größten Bremsen. Wer sie per Einwilligungsverwaltung (Consent Management) verzögert lädt oder in einem Tag-Management-System bündelt, verhindert, dass sie den initialen Seitenaufbau blockieren.

Profi-Tipp: Prüfen Sie mit der Lighthouse-Diagnose „Render-blocking resources“, welche Skripte und Stylesheets den First Contentful Paint verzögern. Oft sind es drei bis fünf Drittanbieter-Skripte, die zusammen mehr als eine Sekunde kosten.


Hosting und Serverantwortzeiten: TTFB senken und den Stack prüfen

Ein TTFB über 800 ms ist fast immer ein Hosting- oder Konfigurationsproblem, kein Frontend-Problem. Die Diagnose beginnt mit einer einfachen Checkliste:

  • TTFB in WebPageTest messen (Wasserfall-Ansicht zeigt Server-Wartezeit isoliert)
  • PHP-OPcache aktivieren und prüfen, ob er korrekt konfiguriert ist
  • Datenbankabfragen mit einem Profiling-Tool (z. B. Query Monitor für WordPress) auf langsame Queries prüfen
  • Datenbankindizes für häufig abgefragte Spalten setzen
  • Hintergrund-Jobs (Cron, Warteschlangen) auf Zeiten mit geringem Traffic verschieben

Hosting-Entscheidung: Shared Hosting ist für stark frequentierte Seiten oft die Ursache für hohe TTFB-Werte. Managed WordPress-Hosting oder ein VPS in einer deutschen oder europäischen Rechenzentrumsregion verbessert die Antwortzeiten spürbar. HTTP/3 und TLS 1.3 sollten beim gewählten Anbieter verfügbar sein, da beide Protokolle Verbindungsaufbauzeiten reduzieren.

TTFB-Verbesserung ist ein Full-Stack-Thema: Caching-Layer, Datenbankindizes, reduzierte Abfragekomplexität, PHP-OPcache und das richtige Hosting in der richtigen Region müssen zusammenspielen. Wer nur an einer Stelle ansetzt, sieht oft nur halbe Ergebnisse.

Profi-Tipp: Wählen Sie einen DNS-Anbieter mit kurzen Antwortzeiten (z. B. Cloudflare DNS oder einen deutschen Managed-DNS-Dienst). DNS-Lookup-Latenzen von über 100 ms addieren sich bei jedem Seitenaufruf.


CMS-spezifische Tipps: WordPress, Shops und häufige Fallstricke

WordPress-Websites haben spezifische Schwachstellen, die sich mit wenigen gezielten Maßnahmen beheben lassen.

WordPress-Prüfliste:

  • Theme-Audit: Schlankes Theme wählen, Page-Builder-Themes mit vielen eingebetteten Skripten meiden
  • Plugin-Audit: Inaktive Plugins deinstallieren (nicht nur deaktivieren), aktive Plugins auf Performance-Einfluss prüfen
  • Cache-Plugin korrekt konfigurieren: W3 Total Cache, WP Super Cache oder LiteSpeed Cache je nach Hosting-Umgebung wählen
  • Heartbeat-API drosseln: Das WordPress-Heartbeat-Intervall im Admin-Bereich auf 60 Sekunden oder mehr setzen
  • Bild-Handling: Automatische Konversion per Plugin (Imagify, ShortPixel) aktivieren

Für Onlineshops gilt: Produktseiten-Caching ist kritisch, da diese Seiten oft dynamisch sind und viele Datenbankabfragen auslösen. Full-Page-Caching für nicht eingeloggte Besucher, kombiniert mit Object-Cache für Warenkorb und Session-Daten, ist der Standardansatz. Kategorieseiten mit vielen Produktbildern profitieren besonders von Lazy Loading und WebP-Konversion.

Profi-Tipp: Testen Sie Plugin-Updates immer zuerst auf einer Staging-Umgebung und messen Sie die Performance vor und nach dem Update. Viele Performance-Regressions entstehen durch Plugin-Konflikte nach Updates, nicht durch das Update selbst.


Wie sichern Sie die Performance dauerhaft? Monitoring und Wartungsrhythmus

Eine einmalige Optimierung reicht nicht. Neue Plugins, Tracking-Skripte oder Feature-Releases können hart erarbeitete Verbesserungen schnell zunichtemachen.

Empfohlener Monitoring-Stack:

  • Synthetische Tests: Lighthouse-Automatisierung per CI (z. B. GitHub Actions mit Lighthouse CI), WebPageTest-API für regelmäßige Wasserfall-Analysen
  • Real User Monitoring (RUM): Google Search Console (CrUX-Daten), oder spezialisierte RUM-Dienste für detailliertere Felddaten
  • Alarmierung: Schwellenwerte für LCP, TTFB und CLS definieren; Alerts per E-Mail oder Slack bei Überschreitung

Wartungsrhythmus in drei Schritten:

  1. Monatlich: Performance-Checkliste abarbeiten, PageSpeed-Insights-Werte dokumentieren, neue Plugins und Skripte auf Einfluss prüfen.
  2. Nach jedem Deploy: Lighthouse-Report automatisch generieren und mit dem Vorwert vergleichen. Bei Regression sofort rollback oder Ursache identifizieren.
  3. Quartalsweise: Vollständigen WebPageTest-Audit durchführen, Hosting-Konfiguration prüfen, Performance-Budget überarbeiten.

Profi-Tipp: Integrieren Sie Lighthouse CI direkt in Ihre Deployment-Pipeline. So scheitert ein Deploy automatisch, wenn ein Performance-Budget überschritten wird, bevor der Fehler in Produktion gelangt.


Aufwand und Kosten: Was Sie realistisch einplanen sollten

Maßnahme Aufwand Typische Kosten
Bilder komprimieren/konvertieren 1–4 Stunden Gering bis kostenlos (Plugins, CLI)
Caching und Kompression aktivieren 1–3 Stunden Gering (Hosting-Konfiguration)
CDN einbinden (Cloudflare Free) 2–4 Stunden Kostenlos
JS/CSS minifizieren 2 Stunden Entwicklerzeit
Hosting wechseln 1–3 Tage je nach Anbieter
Datenbankoptimierung 1–5 Tage Entwicklerzeit
Vollständiges Performance-Audit 1–2 Tage Agentur: 500 €

Wer intern über Entwicklerressourcen verfügt, kann Quick-Wins wie Bildoptimierung, Caching und Kompression meist selbst umsetzen. Hosting-Wechsel und Datenbankoptimierung erfordern mehr technisches Wissen und Zeit.

Was intern umsetzbar ist:

  • Bilder komprimieren und konvertieren
  • Cache-Plugin installieren und konfigurieren
  • CDN-Anbindung über Cloudflare

Wann externe Hilfe sinnvoll ist:

  • TTFB trotz Caching über 800 ms
  • Komplexe Datenbankprobleme oder Serverarchitektur
  • Kein internes Entwicklerteam vorhanden
  • Performance-kritischer Shop mit hohem Traffic

Wann lohnt sich die Beauftragung einer Agentur?

Externe Expertise rechnet sich, sobald interne Ressourcen fehlen, der Traffic geschäftskritisch ist oder die Ursachen komplex sind.

Kriterien für externe Beauftragung:

  • Wiederholende Performance-Regressions trotz eigener Maßnahmen
  • TTFB-Probleme, die auf Datenbankebene oder Serverarchitektur zurückgehen
  • Fehlende interne Entwicklerkapazität für Infrastrukturthemen
  • Onlineshop mit messbarem Umsatzverlust durch Ladezeiten

Typische Agentur-Leistungen:

  • Vollständiges Performance-Audit (Lighthouse, WebPageTest, RUM-Analyse)
  • Implementierung kritischer Server- und CDN-Konfigurationen
  • Kontinuierliches Monitoring mit Alerting
  • Performance-Engineering für komplexe Infrastrukturen

Was Agenturen für ein Audit benötigen:

  1. Lighthouse-Reports der wichtigsten Seiten (Startseite, Produktseiten, Landingpages)
  2. Hosting-Zugänge oder Serverinformationen (PHP-Version, Webserver, Caching-Status)
  3. RUM-Daten aus Google Search Console oder Analytics
  4. Liste der aktiven Plugins und Drittanbieter-Skripte

Ein typischer Ablauf: In Woche 1 analysiert die Agentur Baseline-Daten und identifiziert die drei bis fünf größten Bremsen. In Woche 2 werden die kritischsten Maßnahmen umgesetzt und eine Nachher-Messung dokumentiert. Messbare Verbesserungen beim LCP und TTFB sind in diesem Zeitraum realistisch, sofern die Ursachen auf Konfigurationsebene liegen.

Profi-Tipp: Fragen Sie die Agentur nach einem schriftlichen Vorher-/Nachher-Report mit konkreten Messwerten. Ohne dokumentierte Baseline lässt sich der Erfolg einer Optimierung nicht belegen.


Wichtige Erkenntnisse

Die wirkungsvollsten Maßnahmen zur Ladezeitverbesserung sind Bildoptimierung, Caching und CDN-Einsatz. Wer diese drei Bereiche konsequent umsetzt, legt die Grundlage für dauerhaft schnelle Seiten.

Thema Details
Sofortmaßnahmen Bilder in WebP/AVIF konvertieren und Browser-Caching aktivieren bringen den schnellsten Gewinn.
Kernkennzahlen LCP, TTFB und CLS sollten innerhalb der empfohlenen Grenzwerte liegen, um gute Core Web Vitals zu erreichen.
Conversion-Risiko Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit senkt die Conversion‑Rate im Durchschnitt um etwa 7 %. Seiten, die länger als 3 Sekunden laden, werden von 53 % der mobilen Nutzer abgebrochen.
Dauerhaftes Monitoring Performance-Budgets in CI integrieren und nach jedem Deploy automatisch messen.
Codenexa Codenexa bietet Audit, Implementierung und laufendes Monitoring für Websites und Shops in Deutschland.

Aus der Praxis: Was wirklich hinter Ladezeit-Problemen steckt

Wer regelmäßig Websites analysiert, stellt fest: Die technischen Ursachen für schlechte Ladezeiten sind oft bekannt und gut dokumentiert. Das eigentliche Problem ist ein anderes.

Der häufigste Fehler ist nicht fehlendes Wissen, sondern fehlende Kontinuität. Eine Website wird einmal optimiert, dann kommen neue Plugins, ein neues Theme, ein Tracking-Skript des Marketingteams. Sechs Monate später ist der LCP wieder bei 4 Sekunden, und niemand hat es bemerkt, weil kein Monitoring vorhanden war. Performance ist kein Projekt, das man abschließt.

Der zweite häufige Fehler: Websitebetreiber optimieren das Falsche zuerst. Stunden in die Minifizierung von CSS investieren, während ein unkomprimiertes 2-MB-Bild auf der Startseite liegt. Die Prioritätsmatrix in diesem Artikel ist kein theoretisches Konstrukt, sondern das Ergebnis davon, dass Bilder und Caching bei der großen Mehrheit der Websites den größten Hebel darstellen.

Der dritte Fehler betrifft Drittanbieter-Skripte. Chat-Widgets, Retargeting-Pixel und Social-Sharing-Buttons werden oft ohne Rücksicht auf Performance eingebunden. Ein einziges schlecht eingebundenes Skript kann den FCP um über eine Sekunde verzögern. Wer diese Skripte per Consent-Management verzögert lädt, gewinnt oft mehr als durch alle anderen Maßnahmen zusammen.

Performance-Arbeit lohnt sich dann am meisten, wenn sie in den Entwicklungsprozess eingebettet ist: Lighthouse CI im Deployment, Performance-Budgets als Abnahmekriterium, monatliche Berichte als fester Bestandteil des Betriebs. Wer das einmal eingerichtet hat, verhindert Regressions, bevor sie entstehen.


So unterstützt Codenexa bei der Ladezeitoptimierung

Wer die technischen Grundlagen kennt, aber keine Zeit oder kein internes Team hat, um sie konsequent umzusetzen, braucht keinen weiteren Leitfaden. Codenexa übernimmt das vollständig: vom ersten Audit über die Implementierung bis zum laufenden Monitoring.

Codenexa

Codenexa ist eine deutsche Digitalagentur, die Websites und Onlineshops messbar schneller macht. Der Ansatz: zuerst messen, dann priorisieren, dann umsetzen. Kein pauschales Maßnahmenpaket, sondern gezielte Arbeit an den Stellen, die tatsächlich bremsen. Für Onlineshops bedeutet das konkret: weniger Abbrüche, mehr Conversions, bessere Google-Sichtbarkeit. Wer wissen möchte, wo die eigene Website steht, kann jetzt eine kostenlose Erstberatung anfragen.


Weiterführende Quellen und Tools

Kurze Übersicht der empfohlenen Werkzeuge und Quellen:

Tool / Quelle Stärke Einsatz
Google PageSpeed Insights Labor + Felddaten (CrUX) Schnellcheck, SEO-Relevanz
Lighthouse Detaillierte Diagnose, CI-fähig Entwickler-Audits, Deployment
WebPageTest Wasserfall-Profil, Multi-Location Tiefenanalyse, Filmstrip-Vergleich
Pingdom Einfache Bedienung, Trends Einsteiger, Monitoring
GTmetrix Kombinierte Scores Agenturen, Reporting
HTTP Archive Branchendaten zu Seitengewicht Benchmarking, Forschung
MDN Web Docs Technische Referenz Entwickler-Dokumentation
  • Google PageSpeed Insights: pagespeed.web.dev — kostenlos, direkt im Browser nutzbar
  • WebPageTest: webpagetest.org — ideal für detailliertes Waterfall-Profil und Video-Vergleich
  • Lighthouse: In Chrome DevTools integriert oder per CLI; developer.chrome.com/docs/lighthouse
  • GTmetrix: gtmetrix.com — kombiniert Lighthouse-Scores mit eigenem Reporting
  • Pingdom: tools.pingdom.com — einfacher Einstieg für Nicht-Entwickler
  • HTTP Archive: httparchive.org — Branchendaten zu Seitengewicht und Ressourcenverteilung
  • MDN Web Docs (Responsive Images): Technische Referenz zu srcset und sizes

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